Warmwasser-Wärmepumpe — günstiges Warmwasser aus der Kellerluft
Die Brauchwasser-Wärmepumpe macht aus warmer Umgebungsluft günstiges Trinkwarmwasser für Dusche, Bad und Küche. Bis zu 70 % weniger Stromkosten als ein elektrischer Boiler, ideal kombinierbar mit Ihrer PV-Anlage. Komplett geplant und montiert vom Meisterbetrieb für Berlin & Brandenburg — Pakete ab 3.900 €.
Was ist eine Warmwasser-Wärmepumpe?
Die Warmwasser-Wärmepumpe — fachlich auch Brauchwasser-Wärmepumpe oder Trinkwarmwasser-Wärmepumpe genannt — ist ein kompaktes Gerät, das ausschließlich das warme Wasser für Dusche, Badewanne, Waschbecken und Küche bereitstellt. Im Gegensatz zur großen Heizungs-Wärmepumpe heizt sie nicht das Gebäude, sondern erledigt eine einzige, aber teure Aufgabe besonders effizient: die Warmwasserbereitung.
Das Funktionsprinzip ist eine elegante Umkehrung des Kühlschranks. Ein Ventilator saugt die Luft des Aufstellraums an, ein Wärmetauscher entzieht ihr die enthaltene Wärme und überträgt sie über einen Kältemittelkreislauf mit Verdichter auf das Wasser im integrierten Speicher. Aus rund einer Kilowattstunde Strom entstehen so drei bis vier Kilowattstunden nutzbare Wärme. Der Rest wird kostenlos aus der Umgebungsluft „geerntet" — genau das macht das Verfahren so sparsam.
Abgrenzung: Brauchwasser-WP oder Luft/Wasser-Wärmepumpe?
Beide Systeme nutzen dasselbe physikalische Prinzip, lösen aber unterschiedliche Aufgaben. Die Entscheidung hängt davon ab, ob Sie nur das Warmwasser oder die gesamte Wärmeerzeugung modernisieren wollen.
- Warmwasser-/Brauchwasser-Wärmepumpe: erzeugt nur Trinkwarmwasser. Sie ersetzt einen elektrischen Boiler oder entlastet die Gastherme im Sommer. Günstig in Anschaffung, schnell montiert, keine Eingriffe in die Heizung.
- Luft/Wasser-Wärmepumpe: übernimmt Heizung und Warmwasser für das ganze Haus. Sie ist die richtige Wahl, wenn die alte Öl- oder Gasheizung ohnehin ersetzt wird — und dann auch BAFA-förderfähig bis 70 %.
Die Faustregel: Funktioniert Ihre Gebäudeheizung gut (moderne Brennwerttherme, Fernwärme, Etagenheizung) und stört nur der teure Warmwasser-Boiler, ist die Brauchwasser-Wärmepumpe die schlanke, wirtschaftliche Antwort. Steht der komplette Heizungstausch an, lohnt der Blick auf unsere Luft/Wasser-Wärmepumpe.
Effizienz und Stromkosten — was Sie wirklich sparen
Die Effizienz wird über den COP (Coefficient of Performance) für den Momentanwert und über den Jahresnutzungsgrad für das ganze Jahr beschrieben. Typische Brauchwasser-Wärmepumpen erreichen in deutschen Kellern Jahreswerte zwischen 3,0 und 3,8 — abhängig von der Lufttemperatur am Aufstellort und der gewünschten Speichertemperatur.
Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht für Warmwasser grob 1.800 bis 2.500 kWh Wärme im Jahr. Die folgende Tabelle stellt die jährlichen Energiekosten typischer Bereitungsarten gegenüber (Annahme: 2.000 kWh Warmwasserbedarf, 32 ct/kWh Strom, 12 ct/kWh Gas):
| Warmwasser-Bereitung | Wirkungsgrad / COP | Energiekosten / Jahr* |
|---|---|---|
| Elektrischer Boiler / Durchlauferhitzer | ≈ 1,0 | ≈ 640 € |
| Gastherme (Warmwasser im Sommer) | ≈ 0,85 | ≈ 280 € |
| Warmwasser-Wärmepumpe (Netzstrom) | COP ≈ 3,3 | ≈ 195 € |
| Warmwasser-Wärmepumpe + PV-Überschuss | COP ≈ 3,3 | ≈ 60–90 € |
*Vereinfachte Beispielrechnung zur Orientierung. Ihre tatsächlichen Kosten ermitteln wir individuell anhand Haushaltsgröße, Strompreis und Aufstellort.
Besonders deutlich wird der Vorteil gegenüber dem elektrischen Boiler: Hier sind Einsparungen von rund 450 € pro Jahr realistisch. Bei reiner Sommer-Warmwasserbereitung über eine alte Gastherme schaltet die Wärmepumpe diese komplett ab — was die Therme schont und Taktverluste im Sommerbetrieb vermeidet.
Speichergrößen richtig wählen
Der integrierte Speicher bestimmt, wie viele Personen gleichzeitig versorgt werden. Als Orientierung gilt ein Bedarf von rund 50 Litern Warmwasser pro Person und Tag:
- 200 Liter — passend für 1–3 Personen, Wohnung oder kleiner Haushalt.
- 270–300 Liter — Standard für den klassischen 3–5-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus, z. B. der AERMEC DHWT 300 S.
- ab 300 Liter mit Solar-/Heizungswendel — wenn zusätzlich Solarthermie oder ein Kaminwasserkreislauf eingebunden werden soll.
Aufstellung: Keller, Hauswirtschaftsraum, Technikraum
Die Brauchwasser-Wärmepumpe braucht einen frostfreien Raum mit ausreichend Luftvolumen — als Richtwert mindestens 8 bis 20 m³, je nach Modell. Ideal sind Räume, die ohnehin etwas Restwärme abgeben: Keller, Hauswirtschaftsraum oder Technikraum. Dort findet das Gerät genug „warme" Luft, ohne dass beheizte Wohnräume abkühlen.
Als willkommener Nebeneffekt kühlt und entfeuchtet das Gerät den Aufstellraum leicht. In feuchten Kellern senkt das die Luftfeuchte spürbar und beugt Schimmel vor. Wo der Raum zu klein ist oder die abgekühlte Luft stört, lässt sich die Abluft über kurze Kanäle nach außen oder in einen anderen Raum führen. Den passenden Aufstellort prüfen wir beim Vor-Ort-Termin.
Der große Hebel: Kombination mit Photovoltaik
Hier entfaltet die Warmwasser-Wärmepumpe ihre volle Wirtschaftlichkeit. Warmwasser muss nicht in einem bestimmten Moment erzeugt werden — der Speicher hält die Wärme über Stunden vor. Genau das macht ihn zur idealen „Wärmebatterie" für PV-Überschussstrom.
- Eigenverbrauch statt Einspeisung: Mittags, wenn die Sonne den meisten Strom liefert, lädt die Wärmepumpe den Speicher mit Ihrem eigenen, günstigen PV-Strom auf — statt ihn für wenige Cent ins Netz einzuspeisen.
- Smart-Grid-/PV-Eingang: Viele Geräte erkennen über einen Steuereingang automatisch, wann PV-Überschuss anliegt, und priorisieren dann die Warmwasserbereitung.
- Rechnerisch fast kostenfrei: Wird der Strom überwiegend aus PV-Überschuss gedeckt, sinken die Warmwasserkosten auf 60–90 € im Jahr.
Förderfähigkeit und Steuervorteil
Wichtig zur Einordnung: Die große BAFA-Heizungsförderung von bis zu 70 % gilt für die Heizung des Gebäudes — also für Heizungs-Wärmepumpen. Eine alleinige Warmwasser-Wärmepumpe fällt in der Regel nicht darunter. Wer ohnehin die komplette Heizung tauscht, bekommt das Warmwasser meist über die Heizungs-Wärmepumpe mit erledigt und nutzt dann die volle Förderung.
Für die reine Brauchwasser-Wärmepumpe als Einzelmaßnahme bleibt der Steuerbonus nach §35a EStG: 20 % des Lohnanteils der Handwerkerleistung sind absetzbar, maximal 1.200 € pro Jahr. Wir weisen den Lohnanteil auf der Rechnung gesondert aus, damit Sie ihn unkompliziert in der Steuererklärung geltend machen können.
AERMEC DHWT 300 S — Warmwasser-Wärmepumpe im Einsatz
Das kompakte Standgerät vereint Wärmepumpe und 300-Liter-Trinkwarmwasserspeicher in einem Gehäuse. Es passt in jeden gängigen Keller- oder Hauswirtschaftsraum und ist in wenigen Stunden angeschlossen.
- Integrierter 300-l-Speicher mit Korrosionsschutz
- PV-/Smart-Grid-Eingang für Eigenverbrauchsoptimierung
- Optionaler Anschluss für Solarthermie oder Heizkessel
- Programmierbarer Legionellenschutz
Warmwasser-Wärmepumpe — Komplettpakete
Festpreise inkl. Lieferung, Montage, Anschluss und Inbetriebnahme. Brutto, 20 % Lohnanteil nach §35a absetzbar.
Kompakt 200 l
- 200-l-Wärmepumpenspeicher
- Aufstellung im Keller/HWR
- Hydraulischer Anschluss
- Inbetriebnahme & Einweisung
Standard 300 l
- AERMEC DHWT 300 S
- PV-/Smart-Grid-Anbindung
- Legionellenschutz-Programm
- Demontage Altboiler inklusive
- Inbetriebnahme & Einweisung
Plus Solar 300 l+
- Speicher mit Zusatz-Wärmetauscher
- Einbindung Solar / Heizkessel
- PV-/Smart-Grid-Anbindung
- Hydraulik & Regelung
- Inbetriebnahme & Einweisung
„Der kleinste Schritt zur Wärmepumpe — und oft der wirtschaftlichste."
Viele Kunden glauben, sie müssten gleich die ganze Heizung tauschen. Dabei ist die Warmwasserbereitung über einen alten Elektroboiler oft der teuerste Einzelposten auf der Stromrechnung. Eine Brauchwasser-Wärmepumpe ist in einem halben Tag installiert, braucht keine Genehmigung und spart sofort. Wer eine PV-Anlage hat, sollte sie ohnehin haben — der Speicher verwandelt Mittagssonne in warmes Duschwasser am Abend.
Ich schaue mir Ihren Aufstellraum, Ihren Verbrauch und — falls vorhanden — Ihre PV-Anlage an und sage Ihnen ehrlich, ob die Brauchwasser-Wärmepumpe reicht oder ob sich der größere Wurf lohnt.
Häufige Fragen zur Warmwasser-Wärmepumpe
Was ist eine Warmwasser-Wärmepumpe und wie funktioniert sie?
Eine Warmwasser-Wärmepumpe (auch Brauchwasser- oder Trinkwarmwasser-Wärmepumpe) erzeugt ausschließlich Warmwasser für Dusche, Bad und Küche. Sie entzieht der Umgebungsluft — meist im Keller oder Hauswirtschaftsraum — Wärme und überträgt diese über einen Kältemittelkreislauf auf das Wasser in einem integrierten Speicher von typischerweise 200 bis 300 Litern. Aus rund 1 kWh Strom entstehen je nach Bedingungen 3 bis 4 kWh Wärme.
Was kostet eine Brauchwasser-Wärmepumpe inklusive Montage?
Ein Komplettpaket aus Gerät, Speicher und Montage durch unseren Meisterbetrieb beginnt bei rund 3.900 € brutto und liegt je nach Speichergröße und Anschlusssituation meist zwischen 3.900 und 6.500 €. Die Stromkosten für Warmwasser sinken gegenüber einem elektrischen Boiler um etwa 60–70 %. Über §35a sind 20 % des Lohnanteils (max. 1.200 €/Jahr) steuerlich absetzbar.
Lohnt sich eine Warmwasser-Wärmepumpe in Kombination mit einer PV-Anlage?
Ja, besonders. Die Warmwasserbereitung lässt sich zeitlich flexibel auf die Mittagsstunden legen, wenn die Photovoltaik-Anlage Überschussstrom liefert. Der Speicher wirkt dabei wie eine Wärmebatterie: Sie nutzen den eigenen, günstigen PV-Strom statt ihn einzuspeisen. Viele Geräte verfügen über einen Smart-Grid- bzw. PV-Eingang, der das automatisch steuert.
Wo wird die Brauchwasser-Wärmepumpe aufgestellt?
Ideal ist ein unbeheizter, frostfreier Raum von mindestens etwa 8–20 m³ Luftvolumen — typischerweise Keller, Hauswirtschaftsraum oder Technikraum. Dort nutzt das Gerät die ohnehin vorhandene Restwärme. Als Nebeneffekt kühlt und entfeuchtet es den Aufstellraum leicht, was Kellern mit Feuchteproblemen zugutekommt. Alternativ kann die Abluft über kurze Kanäle geführt werden.
Ist eine Warmwasser-Wärmepumpe förderfähig?
Als alleinige Maßnahme ist die reine Warmwasser-Wärmepumpe in der Regel nicht über die große BAFA-Heizungsförderung (bis 70 %) förderfähig — diese gilt für die Heizung des Gebäudes. Steuerlich nutzbar ist jedoch der §35a (20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr). Wird ohnehin eine Heizungs-Wärmepumpe installiert, übernimmt diese meist gleich die Warmwasserbereitung mit.
Wann ist eine Brauchwasser-Wärmepumpe sinnvoller als eine große Heizungs-Wärmepumpe?
Wenn die Gebäudeheizung bereits gut funktioniert — etwa bei einer modernen Gasbrennwerttherme, einem Fernwärmeanschluss oder einer Etagenheizung — und Sie nur die teure Warmwasserbereitung modernisieren möchten. Sie ersetzt dann sinnvoll einen elektrischen Boiler oder entlastet die Gastherme im Sommer. Geht es um die komplette Wärmeerzeugung, ist eine Luft/Wasser-Wärmepumpe die richtige Wahl.
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